Drogenberatungsstellen
erfahrene Profis klären aufFür Kinder und vor allem Jugendliche sind Verbote ab einem bestimmten Alter eher so etwas wie eine Herausforderung, die sie besucht suchen. Dazu gehören auch Erfahrungen mit Drogen. Dabei muss nicht zwingend um illegale Drogen im eigentlichen Sinne gehen, wie die regelmäßigen Berichte über junge Komasäufer bildhaft demonstrieren. Immer früher rauchen junge Menschen von heute die erste verbotene Zigarette oder erleben den ersten richtigen Vollrausch. In der Regel bleibt es beim einmaligen Ausprobieren, doch gerade die Zahl der jungen Raucher und regelmäßigen Alkohol-Konsumenten erreicht in vielen Gegenden längst ein bedrohliches Ausmaß.
In Drogenberatungsstellen ist dies indes nicht unbedingt ein gänzlich neues Phänomen. Dennoch beobachten die Berater ihrerseits, dass die um Rat suchenden Konsumenten bei ihrem Erstkontakt zu den Drogenberatungsstellen tatsächlich immer jünger werden. Nach wie vor ist es auch unter Experten strittig, inwieweit Alkohol und Nikotin als Einstiegsdogen in den Bereich der illegalen Substanzen einzustufen ist. Richtig ist jedoch, dass die Kinder sich die Drogen suchen, die gesellschaftlichen am leichtesten verfügbar sind. Das Problem daran: Gerade Alkohol und Zigaretten wird von Medizinern in Studien immer öfter in einem Atemzug mit harten Drogen wie Heroin, Kokain und ähnlichen Suchtstoffen genannt.
Und deshalb haben es sich die Drogenberatungsstellen im Lande aus gutem Grund auf die Fahnen geschrieben, die jungen Konsumenten möglichst schon frühzeitig mit ihren Aufklärungskampagnen dort abzuholen, wo die Schüler ihre ersten Berührungspunkte mit den legalen und illegalen Drogen erleben. An Schulen, in Sportvereinen und Jugendzentren, aber auch in den Fußgängerzonen sprechen die Mitarbeiter Drogenberatungsstellen die Kids an, um auf die Gefahren des Konsums aufmerksam zu machen. Wichtig ist dabei, dass auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet wird. Denn den kennen die Kinder und Jugendlichen schon von Lehrer- und Elternseite oftmals gut genug. Den Drogenberatungsstellen geht es weniger darum, die Ratnehmer zu maßregeln und zu kritisieren als darum, auf einen bewussten Umgang und darauf hinzuweisen, dass Drogen keine Lösung für Probleme, sondern selbst ein Problem sind. Und dieses Problem muss so früh wie möglich erkannt und angegangen werden. Die Drogenberatungsstellen helfen Sorgenkindern in jedem Alter dabei, nach der Einsicht der eigenen Probleme erste Schritte in Richtung Heilung zu gehen.