Stress, Druck, Lehrer
Die Probleme des Schüler-Alltags
Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig neue Statistiken und Umfragen, die in eindeutiger Form erkennen lassen, dass keineswegs nur Erwachsene mit alltäglichen Stresssymptomen und Problemen im Umgang mit anderen Menschen zu kämpfen haben. Auch oder besser gerade Kinder und Jugendliche stehen zunehmend unter schulischem und privatem Druck. Ohne es zu wollen oder zu merken, wird dieser Druck oftmals durch die Lehrer und Eltern selbst aufgebaut. Die geschieht schon durch den bloßen Hinweis darauf, dass nur größtmögliche Anstrengungen auf dem härter werdenden Arbeitsmarkt später berechtige Hoffnung auf einen guten Ausbildungsplatz und einen Job einbringen können.
Für Schüler und Schülerinnen, die ohnehin mit den Strapazen des Heranwachsens hadern, sind diese gebetsmühlenartigen Aussagen vielfach erst der eigentliche Stress, dem sie sich unentwegt ausgesetzt fühlen. Hinzu kommen die typischen Probleme, mit denen der Nachwuchs gerade während der fortschreitenden Pubertät konfrontiert wird. Manchmal ist man sich in diesen Phasen einfach selbst zuviel. Doch wem sollen sich Kinder und Jugendliche anvertrauen, wenn es darum geht, mit der fast unerträglichen Situation zwischen Schule, familiären Sorgen und den oft unverständlichen persönlichen Veränderungen klar zu kommen? Zum Glück gibt es viele Anlaufstellen, bei denen Kinder und Jugendliche stets ein offenes Ohr finden.
Dort arbeiten erfahrene Experten, die jederzeit – vielfach sogar rund um die Uhr – mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn mal eine Prüfung daneben gegangen ist oder der erste Liebeskummer dafür sorgt, dass die Kids nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht. Dabei sind es mitunter schon die beruhigenden Worte der Berater, die einen Weg aus der problematischen Situation aufzeigen. An Schulen gibt es zudem Vertrauenslehrer und oft sogar einen eigens geschulten Sozialarbeiter, in deren Sprechstunden Schüler um in jeder Lebenslage um Hilfe bitten zu können. Denn eines stimmt auch heute noch – es gibt Probleme, über die Kinder einfach am liebsten nicht mit den eigenen Eltern reden möchten. Manchmal braucht es etwas Distanz zum Gesprächspartner, um sich wirklich offenbaren zu können. Gut, dass es viele Stellen gibt, bei denen Kids immer willkommen sind.